Opus 133 Lunden / Dithmarschen

Fertigstellung: 1997

Im Jahre 1847 baute der Orgelbauer Johann Christian Kühn ein großes Instrument für die Kirche in Lunden.
Über die Zeit wurde die Orgel auf der Empore mehrfach umgesetzt und verändert. So war die Holztraktur durch Aluminium ersetzt worden. Vom Spieltisch gab es nur noch die Klaviaturen. Immerhin bestand das Pfeifenwerk noch zu gut 70% von Kühn, jedoch war es durch unsachgemäßes Stimmen, Umstellen und Flicken in einem bedauernswerten Zustand.
In den sechziger Jahren wurde die Orgel mit Schwimmerbälgen ausgestattet, wodurch das Innere nun vollkommen verbaut und unzugänglich war. Bei der genaueren Untersuchung der Orgel fanden wir im geräumigen Turm hinter der Orgel ein eingebautes Holzhaus. Hier entdeckte Hinrich Paschen die vollkommen in Vergessenheit geratenen vier original erhaltenen Keilbälge von 1847. Warum die Windanlage jemals geändert wurde, wissen wir nicht. Wir haben im Zuge der Restauration die Schwimmerbälge entfernt, die durchgetrennten Kanäle wieder zusammengeführt und die Bälge aufgezogen. Der Druck passte sofort zu den alten Pfeifen, der Wind ist einfach fantastisch.
Lange Zeit waren für die Renovierung dieser Orgel keine Mittel vorhanden. Der starken Initiative des Kirchenvorstands und der Pastoren ist es zu verdanken, dass zuletzt die Entscheidung für eine umfangreiche Restauration gefällt wurde. So konnten wir dankenswerter Weise den weiteren Verfall dieser Orgel stoppen und das Instrument weitestgehend wieder in seinen Originalzustand zurückführen.

 

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